Der Hundertjährige Krieg

Der Hundertjährige Krieg - Überblick

Der Hundertjährige Krieg war ein Wendepunkt in der Geschichte der mittelalterlichen Kriegskunst. Zahlreiche Spezialwaffen wurden entwickelt. Diese ermöglichten neue Kriegstaktiken und versetzten der Vorherrschaft der schweren Kavallerie den Todesstoß. So wurde das Ende der Ritterzeit eingeläutet.

Bogenschleuder: Die Bedienung der Bogenschleuder erforderte mehr Geschick als die gewöhnliche europäische Armbrust. in den richtigen Händen konnte sie jedoch todbringende Pfeile verschießen, die auch die dicksten Rüstungen durchdrangen.

Speerträger: Mit den Jahren wurde der Schaft des Speers immer länger und die Spitze mit Metallstreifen verstärkt. Dadurch wurde ein Angriff auf mit Speeren bewaffnete Krieger oft ein schwieriges, das Leben verkürzendes Unterfangen.

Hellebardiere: In den späteren Kriegsjahren wurde die Hellebarde immer beliebter. Mit dieser Waffe war es möglich, auch schwer gepanzerte Ritter aus dem Sattel ihres Reittieres zu heben und aufzuschlitzen.

Kurzbeschreibung

Die Box der Erweiterung BattleLore: Der Hundertjährige Krieg, die im Gegensatz zu den Spezialisten-Boxsets und BattleLore: Zu den Waffen doppelt so dick erscheint, bietet eine Fülle an Material und interessanten Neuerungen. Mit ihren Figuren und neuen Waffen wird das Spiel bereichert. Der Verzicht auf Macht, was BattleLore größtenteils ausmacht, ist beim Hundertjähren Krieg wirklich nicht schlimm, da sich das Spiel schneller und recht unkompliziert entfaltet. Die Nutzung der einzelnen Figuren/Truppen und ihre Besonderheiten sind schnell zu erlernen und machen Appetit auf mehr. Sollte doch der Wunsch entstehen mit Macht spielen wollen, so bietet das Regelheft Variationen von mittelalterlichen Machtszenarien an.

BattleLore: Der Hundertjährige Krieg ist eine Erweiterung des Basisspiels BattleLore und kann nur damit gespielt werden. Man kann mit den Figuren die Armeen erweitern und mittelalterliche Schlachten ausbauen.

Die Erweiterung BattleLore: Der Hundertjährige Krieg ist eine Figurenerweiterung des Spielsystems. Sie erweitert die Armeen um 32 neue Figuren, die für beide Lager eingesetzt werden können. Die Box beinhaltet nur Infanterieeinheiten, die sich in Nah- und Fernkampfeinheiten aufteilen lassen. Weiter beinhaltet die Erweiterung eine Erläuterung der Regeln für die Verwendung des Machtsystems in historischen Schlachten.

Fernkampfwaffen

Die Bogenschleuderer sind mit einer Fernwaffe ausgerüstet, dessen Durchschlagkraft beinahe unbeschreiblich ist. Durch die Bogenschleuder werden die Fernwaffen gewöhnlicher Bogen und Langbogen ergänzt.

Nahkampfwaffen

Die Speerträger und Hellebardiere sind eher defensive Waffen, da sie ihre wahre Stärke eher in der Verteidigung präsentieren. Bei einem Gegenschlag sind sie stärker, als beim Angriff, wobei die Hellebardiere nicht zu unterschätzen sind. Mit ihren scharfen Speerenden können sie Rüstungen aufschlitzen, als wären sie aus Butter.
Der Hornbläser vervollständigt eher eine Einheit auf 4 Figuren und ermöglicht ihr, Hilfe von einer benachbarten Einheit zu bekommen. Durch die Unterstützung des Hornbläsers werden Einheiten geballt stärker und können zusammen Unheil ausrichten.

Spielvorbereitung

Mittelalterliche Machtszenarien

Man kann BattleLore mittelalterlich und mit Macht spielen. Durch diese Erweiterung werden die Regeln für mittelalterliche Machtszenarien bestimmt und festgelegt. Mittelalterliche Machtszenarien sind nicht ganz vom Glück abhängige Spiele, bei denen bestimmte Machtkarten aussortiert werden. Somit steigt das Wissen über bestimmte Karten und plötzlich gespielte Reaktionskarten können das Spiel nicht zum Kippen bringen. Das Regelheft bietet auch vorgegebene Schlachten als mittelalterliche Szenarien.

Der Machtskartenstapel wird vor Beginn des Spiels folgendermaßen zusammengestellt: Alle Kriegerkarten, alle Schurkenkarten (außer Nr. 1 (Taschendieb), Nr. 3 (Déjà-Vu), Nr. 7 (Falsche Befehle), Nr. 8 (Angst und Schrecken) und Nr. 15 (Überlistet)), die Zaubererkarten Nr. 4 (Adlerauge) und Nr. 9 (Geschwindigkeit der Masse), und die Klerikerkarten Nr. 3 (Segen) und Nr. 4 (Schnell wie der Wind) werden gebraucht. Alle anderen Karten kommen zurück in die Spielschachtel.

Jedes Lager besitzt nur einen Befehlshaber im Kriegsrat, weitere Kriegsratmitglieder gibt es nicht. Kein Lager beginnt mit Machtkarten und Machtplättchen. Das Maximum der Machtkarten im Besitz ist auf eine Karte beschränkt. Da im Kriegsrat keine weiteren Kriegsratmitglieder sitzen, werden alle Machtkarten charakterfremd gespielt – die Kosten der Karte erhöht sich somit immer um 3 weitere Machtplättchen. Weiter gelten diese Karten immer als Level 1 gespielte Karten.

Mittelalterliche Szenarien und mittelalterliche Machtszenarien sind schnell gespielte Partien. Spielerprobte BattleLore-Spieler schaffen Partien schon innerhalb von 20 Minuten, so dass die gespielte Rundenanzahl schnell steigen kann. Die Figuren, die diese Erweiterung bereitstellt, erweitern den Spielspaß des Grundspiels.

Urteil

Diese Erweiterung ist wirklich großartig. Die Figuren sind schön gestaltet, vielseitig, und sie gestalten das Spiel abwechslungsreich. Die Regeln für die mittelalterlichen Machtszenarien erweitern das Grundspiel um eine weitere und inzwischen vielgespielte Variante. Die 6 Spezialistenkarten schlagen über die Erweiterung BattleLore: Zu den Waffen letztlich die Brücke. Diese Erweiterung kann nur zu gerne empfohlen werden, denn gerade für Spieler, die kurze und schnelle Partien bevorzugen, ist sie eine wahre Bereicherung. Besonders die Stangenwaffen machen das Spiel spannend, da sie die defensive Taktik unterstützen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schon in Ordnung, so dass diese Erweiterung uneingeschränkt weiterempfohlen werden kann. Für viele ist diese Erweiterung einer der besten, und für Mittelalterfans ist sie eher ein Muss.

Aktualisiert: Freitag, den 10. Juni 2011 um 20:02 Uhr