Wächter des Westens

Wächter des Westens - Überblick

Wenn man das Spiel der Throne spielt, gewinnt oder stirbt man. Es gibt keinen Mittelweg.

– Cersei Lannister, Der Eiserne Thron -

Schwöre dem Haus Lannister Treue und trage das Löwenbanner in die Schlacht.
Um dem Haus Lannister bei seinem Feldzug gegen das Haus Stark zu helfen, setzt du gut ausgebildete Pikeniere und im Sold des Hauses Clegane stehende Armbrustschützen ein oder zwingst Bauern dazu, eine Miliz zu bilden.

Wirst du dem Ruf folgen?

Die Erweiterung Die Schlachten von Westeros: Wächter des Westens fügt den Lannister-Streitkräften aus dem Die Schlachten von Westeros Basisspiel neue Kommandeure und Einheiten hinzu. Die Spieler können die neuen Einheiten dafür verwenden, um die Schlachten aus George R.R. Martins Fantasy-Serie „Das Lied von Eis und Feuer“ oder eigene Fantasy-Schlachten zu schlagen.

Kurzbeschreibung

Diese Erweiterung für Die Schlachten von Westeros (SvW) enthält weitere Truppen und Kommandeure, welche die Spieler ihrer Lannister-Armee hinzufügen können. Zusätzlich zu den neuen Regeln und Komponenten enthält die Erweiterung auch drei neue Schlachten und ein neues Scharmützel. Wie bisher kann man mit dem Inhalt dieser Box auch eigene Szenarien entwerfen und spielen.

Wächter des Westens enthält eine Spielanleitung mit Schlachtenszenarien, 32 Plastikfiguren und ihre Sockel, 8 Fahnenstangen, 32 Karten, 7 Spielplanauflagen und 18 Marker.

Die Schlachten von Westeros: Wächter des Westens ist kein eigenständiges Spiel. Die Schlachten von Westeros Basisspiel wird zum Spielen benötigt.

Mehr zum Inhalt

Der gesamte Inhalt ist erstmals in einem großen Druckverschlussbeutel sicher verstaut, der in einer Faltbox aus dünnem Karton verpackt ist. Die Schlachtenszenarien geben an, wann das in dieser Erweiterung enthaltene Spielmaterial verwendet wird. Das Spielmaterial wird genauso eingesetzt, wie die entsprechenden Gegenstücke aus dem Basisspiel Die Schlachten von Westeros. Die einzige Ausnahme sind die Initiativkarten, die bei den Schlachten und Scharmützeln optional eingesetzt werden können.

Waechter des Westens1

Die Schlachten von Westeros: Wächter des Westens ist eine Erweiterung für das Haus Lannister. Daher finden sich in diesem Set gleich drei neue Kommandeure:

1. Tyrion Lannister, genannt „der Gnom“
Er ist der Schandfleck des Hauses. Aber so hässlich er ist, so verschlagen und intrigant tut er sich hervor. Und diese Fähigkeiten spielt er auch seinem Gegner gegenüber aus. Er kann seinen Gegner zwingen, in der kommenden Runde entweder einen Befehlsmarker zu spielen, oder eine Kommandokarte, wenn er eine gegnerische Einheit eliminiert hat. Zudem entzieht er sich – wenn ungebunden – geschickt einem Angriff des Gegners.

2. Sandor Clegane, genannt „der Bluthund“
Er ist der jüngere Bruder Gregor Cleganes. Auch er, hässlich, da sein Gesicht verbrannt ist. Und so trägt er einen Helm in Gestalt eines Bluthundes. Ein eiskalter Krieger.Er ist so furchterregend, dass es dem Gegner, der von ihm in einen Kampf verwickelt wurde, nicht möglich ist, sich daraus zu lösen.

3. Devan Lannister trägt den Titel „Wächter des Westens“
Ein hohes Amt, das er dank seiner großen Kommandeursfähigkeiten wegen, inne hat.Devan setzt mit seiner Einheit immer wieder dem weichenden Gegner nach und er ist auch manches Mal in der Lage, in seiner löwenhaften Gestalt, den Gegner zu überrennen und dessen Einheiten im rückwärtigen Raum zu attackieren.

Zudem hält diese Erweiterung drei neue Einheiten des Lagers der Lannisters bereit. Spezialisten, die den Gegner mit Stärke und ungeahnten Eigenschaften überraschen:

1. Pikeniere des Hauses Brax
Diese Fußtruppen werden immer wieder eingesetzt, um Angriffen durch Reitereinheiten Einhalt zu gebieten. Sie werden zwar nur mit einer Stärke von drei Miniaturen ins Feld geschickt, doch mit ihren Stangenwaffen sind sie effektiv gegenüber Reiter-Einheiten und sie sind befähigt in einer Igel-Formation zu kämpfen. Diese stärkt sie mit +1W, jedoch werden Nahkampfangriffe auf eine so formierte Einheit als Flankenangriff ausgeführt.

2. Miliz der Westlande
Diese Fußtruppen, bestehend aus Bauern und Knechten, konnten nur ausgehoben werden, weil man ihnen fette Beute versprach, oder dem Schwächern unter ihnen mit dem Tode drohte. Schlechte Ausrüstung und mangelnde Kampferfahrung wird mit einer Stärke von sechs Miniaturen je Einheit scheinbar wett gemacht.Der Nachteil einer solchen Truppe liegt auf der Hand: Sie sind ineffizient – keine Reaktivierung möglich – und sie fliehen leicht bei schlechter Moral, da sie dazu neigen illoyal zu werden.

3. Clegane-Armbrustschützen
Veteranen, deren Fähigkeiten in vielen Schlachten heranreiften. Das ermöglicht diesen Fußtruppen, mit gezieltem Beschuss ihre Gegner im Fernkampf anzugreifen und damit einen zusätzlichen Spezialangriff durchzuführen.

Insgesamt führt diese Erweiterung sieben neue Stichworte ein: Furchterregend, Gewalthaufen (Formation), Gezielter Beschuss, Igel (Formation), Illoyal, Ineffizient und Stangenwaffen.

Neu dabei ist auch der Stichwort-Typ: Formation. Er steht für verschiedene Formationen, die eine Einheit unter gewissen Voraussetzungen einnehmen kann und damit unterschiedliche Vorteile erhalten kann, selten aber Nachteile.

In manchen Schlachten werden Katapulte eingesetzt. Das Haus, das diese Kriegsgeräte einsetzt, erhält Katapultmarker, die eine aktive und eine inaktive Seite besitzen. Katapulte gibt es in den Rängen Grün (zielsicher und geringe Reichweite = 4 HEX), Blau (Reichweite = 6 HEX) und Rot (weniger zielsicher und große Reichweite = 8 HEX). Sie unterliegen keiner Sichtlinie (SL) und werden von außerhalb des Schlachtfeldes eingesetzt.

Der Kampf: Gegnerisches Ziel auswählen, prüfen ob Katapult trifft mittels würfeln 1W – bei entsprechender Farbe des Ziels trifft das Katapult – und in diesem Fall Schaden zuweisen: Grünes Katapult = 2 Treffer, Blaues = 3 Treffer und Rotes = 4 Treffer.
Nach einem Kampf, ist ein Katapult inaktiv.

Neu sind auch die sogenannten Initiativkarten, die optional eingesetzt werden können. Diese Karten können Anstelle des Streitkolbens verwendet werden.
Initiativkarten sorgen für eine Fähigkeit, die der Spieler mit Streitkolben auslösen kann und damit den Gegner auch dazu bringt, seine Karte zu spielen. Dazu muss vor dem Spielbeginn jeder Spieler einer seiner Initiativkarten auswählen und legt sie verdeckt vor sich ab. Diese Karten werden dann im Spielverlauf aufgedeckt und die drauf beschriebenen Eigenschaften eingesetzt. Der Streitkolben wird somit im Spiel gar nicht erst benötigt und verbleibt in der Spielebox.

Es gibt zwar zusätzliche Spielplanauflagen, die jedoch kein neues Gelände nach Westeros ins Spiel bringen: Hügel, Flüsse, Gebäude, Straßen und Wälder. Neu dabe ist lediglich, dass es eine Dreierauflage des Waldes gibt.

Des Weiteren enthält diese Erweiterung drei neue Szenarien mit den Nummern 11 bis 13:

  • 11 – Flucht aus Riverrun
  • 12 – Ungebetene Gäste
  • 13 – Der Löwe und die Jungfrau


Urteil

Die Schlachten von Westeros: Wächter des Westens ist die erste Erweiterung und bringt mehr Kommandeure, Einheiten und Fähigkeiten auf die Schlachtfelder von Westeros, wie zu erwarten war. Enttäuschend ist die Spielbox, die aufgrund des dünnen Kartons und seiner Faltstruktur, leicht einreißen kann. Doch endlich wird ein praktischer und großer Druckverschlussbeutel mitgeliefert.
Das Material und die Neuerungen sind ausreichend und überschaubar. Das Regelheft erklärt alles übersichtlich und umfangreich auf vier Seiten. Die neuen Kommandeure und Einheiten bieten neue Fähigkeiten und Varianten des Kampfes. Wirklich interessant sind dabei jedoch die Initiativkarten, die das Spielgeschehen am deutlichsten verändern. Sie stellen das erste optionale Modul dar und versprechen einen neuen Spannungsbogen in der Schlacht. Alles in allem ist diese Erweiterung keine wirkliche Neuheit. Es werden letztlich nur für das Haus Lannister weitere Komponenten bereitgestellt und wie bereits erwähnt stellen nur die Initiativkarten, aber auch die Katapulteinsätze eine absolute Neuerung dar.
Die Erweiterung ist kompakt und bringt Spielmaterial auf den Tisch. Das sollte alle Battler ansprechen, die gerne zwischen vielen Einheiten-Typen wählen und auch mit großen Armeen eine Schlacht bestreiten.
Kurzum: Sehr nett und so früh in der Welt von Die Schlachten von Westeros sicher keine schlechte Idee. Aber Euphorie lässt sich durch etwas anderes erzeugen.

Aktualisiert: Dienstag, den 14. Juni 2011 um 10:30 Uhr